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Digitale Trends 2010

 

Das Internet profitiert von steigenden Budgets

Online-Werbung nimmt größeren Wert ein

Wie entwickelt sich der Werbemarkt im Jahr 2010? Welche Chancen bieten sich in der Kommunikation? Wo werden Schwerpunkte gelegt?

Das Internet als Werbemedium wird in diesem Jahr von steigenden Werbebudgets am meisten profitieren. Denn die Auswahl der Medien wird sich in den Unternehmen wandeln: 71 % wollen mehr Geld in die Online-Werbung investieren. Zwar werden klassische Medien weiterhin den größten Anteil der Werbegelder für sich verbuchen, so OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz. Aber die "Online-Werbung ist heute aus den Mediaplänen der Unternehmen nicht mehr wegzudenken und ihre Bedeutung wächst weiter", resümiert Schütz. Für 2010 bedeutet das deutlich mehr Spielraum für die Präsentation der Unternehmen im Internet.

 

Medientrend: Web ist in, Papier ist out.

Online-Plattformen stehen bald an erster Stelle

Unter den klassischen Printmedien sind Fachmagazine und Tageszeitungen bisher die wichtigsten Trägermedien für Anzeigenwerbung. Ob Image-, Produkt- oder Stellenanzeigen, die Verleger von Zeitschriften und Zeitungen setzten bislang in ihren Haushalten auf den Anzeigenverkauf als größte Einnahmequelle. Das Problem: Die Zahl der Leser sinkt zugunsten der Online-Informationsangebote drastisch. Amazon hat Weihnachten 2009 mehr Umsatz mit digitalen Lesegeräten erzielt als mit Büchern.

Gerade in den heranwachsenden Generationen verschiebt sich das Leseverhalten zugunsten des Internets so deutlich, dass Verlage sich vor neuen Herausforderungen sehen. Bereits jetzt läuft die zeitliche Nutzung des Internets sogar dem Fernsehen den Rang ab - und zwar im Durchschnitt durch alle Altersgruppen!

Die Reaktionen der Verlage reichen von der Einführung kostenpflichtiger Online-Versionen (mit bisher wenig Erfolg) bis hin zur Investition in kostenlose Portale, die dauerhaft als Kerngeschäft den Verkauf der Online-Plätze für digitale Werbung zum Ziel haben.

Für Unternehmen, die bisher auf Anzeigenwerbung in Magazinen und Zeitungen setzen, ist in 2010 damit der Beginn eines umfassenden Umdenkens angesagt. In der Übergangsphase wird das medienübergreifende Engagement gefragt sein, jüngere Zielgruppen werden bereits in diesem Jahr besser über Online-Anzeigen erreicht als über klassische Medien.

Maßnahmen für 2010:

  • Verbesserung des eigenen Online-Angebotes (Aktuelle Themen, Stellenanzeigen, Kampagnen digital unterstreichen)
  • Ranking-Optimierungen (Suchergebnisse hängen von der Qualität der Inhalte und der Programmierung ab)
  • Verfügbare Online-Angebote in die eigene Kommunikation einbeziehen (Teilnahme an Web-Blogs, konsequente Kommunikation der Domain in klassischen Medien, Verlagerung der Budgets)

 

Mobil statt ortsgebunden

Handys und Mini-PCs erobern den Markt

Tragbare Computer werden immer mehr eingesetzt. Sie werden immer leichter, kleiner, flacher und schneller. Vor allem der Markt der Mini-PCs und die zunehmende Nutzung von Handys macht ein größeres Online-Engagement erforderlich: Während Monitore von festen Arbeitsplätzen weiter wachsen, haben tragbare Geräte zum Surfen oft nur kleine Displays. Das Spektrum der Auflösungen, die Besucher Ihrer Websites nutzen, wird in 2010 so groß, dass je nach Zielgruppe die Bereitstellung einer eigenen Website speziell für kleine Geräte für Ihre Kommunikation neue Potenziale eröffnet.

Ansätze zur Optimierung der eigenen Online-Präsenz:

  • Prüfung der Darstellungsqualität auf mobilen Geräten und bei kleinen Auflösungen
  • Aktualisierung der Redaktionslösungen für fehlerfreie Darstellungen auf allen Systemen
  • Erweiterung des Internetangebotes um Front-Ends, die für kleine Geräte und mobile Surfer aufbereitet sind

Social Media

Sind Online-Netzwerke das Marketing-Medium der Zukunft?

"Social Media" oder "Social Marketing" hat schon in 2009 für viele Schlagzeilen gesorgt. Was dahinter steckt ist zunächst die Absicht, durch Präsenz in den Umgebungen, wo sich Zielgruppen aufhalten, die eigenen Marken zu stärken. Das Verkaufsinteresse steht dabei meist an zweiter Stelle. Marken sollen durch Social Marketing in positivem Licht erscheinen, durch interessante, aufwühlende oder humorvolle Inhalte in Erinnerung bleiben und langfristig etabliert werden.

Social Marketing meint durchaus medienübergreifende Engagements. Mit Blick auf die Online-Medien haben aber Plattformen wie Facebook, Twitter oder Xing in 2009 eine besondere Steigerung erfahren. Und hier engagieren sich auch viele Anbieter, die durchaus werbliche Interessen verfolgen.

Das Prinzip ist recht einfach: Unternehmen arbeiten mit einem oder mehreren Accounts daran, sehr regelmäßig kleinere Meldungen zu veröffentlichen, die dann von anderen Usern abonniert werden können. Meldet man sich an diesen Plattformen an, tauchen die Meldungen der selbst ausgewählten Anbieter auf. Alle bekannten Marken und Unternehmen, sämtliche Verlage und Zeitungen, viele Werbetreibende und Fachunternehmen teilen so einem wachsenden Publikum mit, was es neues, lustiges und interessantes zu berichten gibt. Der Effekt: Sie bleiben im Gespräch, wenn es Ihre Meldungen wert sind - denn dann werden Sie auch viele Leser für sich gewinnen können!

Einige Fakten und Erwartungen:

  • Umfang: In Europa gibt es etwa 402 Mio. Internet-User. 60% von ihnen sind Mitglied eines Online-Netzwerks, das entspricht ca. 240 Mio. Menschen.
  • Wachstum: Die Anzahl der User ist allein in Europa und allein in 2009 um etwa 40% gestiegen!
  • Wettbewerb: Facebook ist mit ca. 300 Mio. Usern weltweit die derzeit größte Community. Das entspricht grob der Zahl amerikanischer Staatsbürger. Etwa 92 Mio. User stammen allein aus Europa, davon ca. 8,2 Mio. aus Deutschland.
  • Nutzungsintensität: Monatlich verbringen User allein in Facebook durchschnittlich 5 Stunden und 46 Minuten. Das ist etwa dreimal so viel Zeit wie die durchschnittliche Nutzung von Google.
  • Mobile Nutzung: 65 Millionen User nutzen Facebook bereits über Mobiltelefone.
  • Nicht nur Konsumenten: Auch bekannte Marken sind in Facebook mit eigenen Profilen verzeichnet. Schreibt Nutella eine Nachricht, wird diese von 3,3 Mio. Lesern empfangen, bei Adidas sind es 2,1 Mio. Leser.
  • Domino-Effekt: User antworten auf Unternehmensnachrichten und pushen den Bekanntheitsgrad durch massive Verbreitung.
  • Realtime-News: Twitter hält den ersten Platz für Echtzeit-Kurznachrichten, auch in Deutschland.
  • Perspektive: Telekommunikationsunternehmen rechnen mit einem Wachstum von etwa 5000% für die Nutzung von Realtime-Nachrichtendiensten bis 2013.

Was Sie für Ihr Social Marketing unternehmen können:

  • Analyse geeigneter Themen für einen mittelfristigen Zeitraum
  • Auswahl der Plattform(en), Account-Eröffnung und Teilnahme als Leser und Autor
  • Aufbau eines eigenen Nachrichtenprofils und regelmäßige Veröffentlichungen, die Ihr Unternehmensimage positiv beeinflussen

Was Sie beachten sollten:

Alle Meldungen sind öffentlich - und werden kommentiert. Die Auswahl der Themen und Formulierungen muss bewusst erfolgen und mit der gleichen Aufmerksamkeit wie Publikationen in anderen Medien realisiert werden. Auch im Netzwerk gilt: Authentisch sein! Positive Aussagen über Produkte und Leistungen, die ihr Versprechen nicht halten, werden entlarvt und sofort kritisch bewertet.

Weitere Informationen:

http://www.zaw.de
http://www.heise.de
http://www.basicthinking.de/

monsun media gmbh
Domhof 7
49074 Osnabrück

Ihre Werbeagentur in Osnabrück
Tel. 0541 406964-0
Fax 0541 406964-9